Was ist Streetwear?

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Was ist Streetwear?

In unserer modernen Welt werden oft Begriffe verwendet, von denen niemand so ganz genau weiß, was sie eigentlich bedeuten. Meist wird derjenigen, der sie verwendet, behaupten, dass er eine sehr genaue Vorstellung davon hat, was er meint – und oft ist es sicher auch so. Das Problem liegt eher darin, dass nicht alle das gleiche darunter verstehen. Und oft werden solche Begriffe auch zum Zweck des Verkaufs verwendet, wobei es dann hauptsächlich wichtig ist, dass sie gut klingen. Wenn jeder potentielle Kunde etwas anderes darunter versteht, ist das eher noch von Vorteil, weil man damit möglichst viele Leute in sein Geschäft oder auf seine Website lockt. Ein Beispiel für einen solchen vielseitig verwendeten Begriff ist das Wort „Streetwear“.

An sich ist es schon über dreißig Jahre alt und stammte zunächst aus der Szene der Skateboarder. Später wurde es auch in der Techno-Szene verwendet. Gemeinsam ist beiden Verwendungsweisen, dass das Wort „Streetwear“ sich auf die Kleidung einer bestimmten Subkultur bezog. Was für eine Art von Kleidung das war, unterschied sich jedoch. Dann kam der Hip Hop auf, und wieder veränderte sich die Bedeutung der „Streetwear“. Und dann entdeckte die Modebranche das Wort – und schon war eine neue Mode geboren, ein kommerzieller Trend, der mit der einen wie der anderen ursprünglichen Bedeutung nur noch teilweise übereinstimmte. Denn wer verkaufen will, muss sich von seiner Konkurrenz unterscheiden. Er muss also die üblichen Begriffe verwenden, um die Interessenten zunächst einmal anzulocken, dann aber etwas anderes anbieten, als es bisher auf dem Markt zu haben ist. In diesem Fall hieß das: Man musste unter dem Begriff „Streetwear“ etwas anbieten, das es so noch gar nicht gab. Und wie in der Modebranche üblich, musste man spezielle Trends für männliche und weibliche Kunden schaffen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis in den Boutiquen und im Backyard Shop in Hamburg „Streetwear for men“ und „Streetwear for women“ angeboten wurde. Unter diesen Begriffen findet man nun von Baggy Pants über bedruckte T-Shirts und Baseballcaps bis hin zu Gürteln, Mützen und sogar Underwear alles Mögliche, was in einer der genannten Subkulturen früher einmal üblich war – oder eben auch nicht.

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